Projekte

Soziale Plastik

KatastrophenSammelPlatz - Soziale Plastik/Skulptur

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Installation und Ausgestaltung einer mongolischen Jurte (eigentlich гэр, GIR oder GER im öffentlichen Raum unter dem Aspekt der Sozialen Plastik/Skulptur nach Joseph Beuys.

 „Katastrophen sind durch elementare oder technische Vorgänge odervon Menschen ausgelöste Ereignisse, die in großem Umfang das Leben oder die Gesundheit von Menschen, die Umwelt, das Eigentum oder die lebensnotwendige Versorgung der Bevölkerung gefährden oder schädigen.“

–Tiroler Katastrophenmanagementgesetz

„Katastrophen sind […] Großschadenereignisse, die […] von den für die Gefahrenabwehr zuständigen Behörden mit eigenen Kräften und Mitteln nicht angemessen bewältigt werden können.“

– Berlin, Gesetz über die Gefahrenabwehr bei Katastrophen

Der Begriff Katastrophensammelplatz, auch in seiner Zweideutigkeit, beschreibt die Intention des Projektes.

1. Das Angebot eines mobilen, archaisch einfachen, Geborgenheit und Schutz bietenden Ortes, im Sinne eines Versammlungs- und Treffpunktes.

2. Einen Platz zur Beschreibung, Sammlung und lösungsorientierten Auswertung, von als katastrophal empfundenen Umständen und Befindlichkeiten. (Begegnung, Austausch, Mitwirkung)

Punkt 1 erfährt seine Umsetzung im inszenierten Aufbau des GERs und seiner Ausstattung, seiner plastisch, analogen Ausführung und Präsenz. Näheres dazu in der Beschreibung des Ablaufplans am Ende.

Punkt 2 wird unter anderem durch verschiedene Veranstaltungen und Performances unterstützt und bildet hier eine der Schnittstellen zu persönlicher Mitwirkung, technischen Erweiterungen und wissenschaftlich kooperativen Ansätzen.

 

Installation / Performance

Spiritualität - Offenheit - Kreativität - Phantasie

Allem zu Grunde liegt das dem GER innewohnende Prinzip seiner Herkunft aus einer archaisch, nomadischen Kultur, beispielhaft für Strukturen, die ja auch in einer globalen Gesellschaft gelten.

Schutzbedürfnis – soziale Organisation – Mobilität – Nachhaltigkeit

Die Installation ermöglicht die Erfahrung und Analyse einer Perspektive, die sich nicht an einer Nutzbarmachung durch Umgestaltung sondern auf eine bewusste Wahrnehmung von gegebener Umwelt, und Anpassung an die jeweiligen Umstände orientiert.

 

Wissenschaftlicher Bezug / Technische Ausführung

Life Sciences - Survival Aesthetics

Hierbei soll das Thema nun sowohl im wissenschaftlich sozialpolitischen als auch im technischen Bereich an Arbeitskreise, Institutionen und EntwicklerInnen übergeben werden. Wichtig ist die freie Zugänglichkeit, Quelloffenheit und freie Nutzung der dabei benutzten oder entwickelten Mittel, Methoden, Materialien und Ergebnisse.
Dabei geht es im weitesten Sinne um Katastrophenschutz, um soziale Organisation, um analoge und digitale Technik, Bau- und Materialforschung, Vernetzung, Mobilität und Nachhaltigkeit.

Denkbare wissenschaftliche und technische Anknüpfungspunkte sind:

Untersuchung der bautechnischen Aspekte textiler Architektur , Optimierung für den mobilen Einsatz. (Katastrophenschutz)

Wahrnehmbarkeit, Kommunikation – Analoge und digitale Technik. Dazu gehört die Gestaltung der äußeren Hülle und die Ausstattung mit informations- und kommunikationstechnischen Hilfsmitteln (Lebensrettung)

Energieeffizienz - Niedrigenergiemodelle, Solar- und Windtechnik etc. (Unabhängigkeit)

sozialwissenschaftliche Auswertung und Analyse nicht zuletzt der im Rahmen der Video-Porträt-Maschine erhaltenen Aufzeichnungen und Ergebnisse.

Sinn ist es, in stürmischen, als katastrophal empfundenen Zeiten, einen realen analogen Ort der Versammlung, Begegnung, des interdisziplinären Austausches und der Vernetzung zu bieten. Das ganze findet in und um das mongolische GER statt, einem Sinnbild und Symbol für Schutz, Gemeinschaft, Gastfreundschaft, Toleranz und Freigiebigkeit.

Ablauf

Organisation, Ankündigung und Veröffentlichung des Events. Definition des Anlasses und Beschreibung der Intention und möglicher Themenkreise. - z.B. Asyl, Stadtplanung, Sicherheit, aber auch private als katastrophal empfundene Erlebnisse etc.

1. Tag

Anfahrt und Einweihung des Ortes im traditionell schamanischen Stil - Ritual/Performance. Im weiteren Aufbau und Einrichtung des GERs.

2. Tag und je nach Auf- und Ausstellungsdauer auch in den folgenden Tagen

Rahmenprogramm: Teeausschank und Livemusik.
Elekronische Aufzeichnungen von Statements der Besucher (Porträts). Empfang von Besuchergruppen (Schulklassen, Kindergärten etc.) und geladenen Gästen aus Politik, Kultur und Gesellschaft. Übertragung von Diskussionsrunden und/oder Interviews ins Internet. Angebote von KünstlerInnen, Musik, Theater, Lesungen etc.
Je nach Standort "Nachtwachen" (z.B. Meditationen, Party, Sleep-in, Bed-in...)

3. Ende und Abbau

Beendet wird das Ganze dann wieder mit einem schamanischen Ritual und dem Abbau des GERs.


Realisation

Jurte/Ger und Ausstattung sind vorhanden und können zur Verfügung gestellt werden. Videotechnik ebenfalls. Die verwendeten Programme basieren auf GNU/Linux und Linuxsystemen.

Der Aufbau kann auf jeder ebenen Fläche Innen oder Außen erfolgen. Durchmesser 5,5 m – Höhe 2,4 m. (auch größer möglich).

 

Kooperationen

Unter dem Titel nomad-housing ist neben anderen Nutzungsmöglichkeiten (urban furniture), auch dieses Projekt im Künstlerdorf Unperfekthaus in Essen (Deutschland) angemeldet.

Außerdem besteht eine Zusammenarbeit mit der KIT Intitiative NRW.

Weitere Informationen unter: http://www.kit-initiative.de und http://www.unperfekthaus.de/projekte/nomad-housing

 









 

 

 

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