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Die Kunst der Gastfreundschaft

convivial ARTS - Die Kunst des Zusammenlebens

 

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 ‚Conviva’ ist der Tischgenosse; Convivium’ ist eine Gesellschaft geladener Gäste, ein Gastmahl, eine Tischgesellschaft; ‚convivere’ bedeutet ‚zusammenleben, miteinander speisen’, und das englische Adjektiv ‚convivial’ heißt ‚gastlich, fröhlich’ durchaus auch im Sinne von ‚ein wenig beschwipst’. Für die Art des Miteinanderseins, die als Konvivialität bezeichnet wird, sind offenbar ein Tisch, um den man sich versammeln kann, ein Krug Wein, den man gemeinsam leeren kann, und Brot, das man miteinander teilt, ziemlich unverzichtbare Utensilien, um ein gutes Gespräch zu führen. Der Tisch kann natürlich auch ein leeres Rund sein, um das die Versammelten sich auf den Boden hocken. Ivan Illich nennt noch ein weiteres Utensil: eine brennende Kerze. Denn: „Unser Gespräch sollte immer in der Gewissheit geführt werden, dass da noch jemand anderer ist, der an die Tür klopfen wird, und die Kerze steht für ihn oder sie. Das ist eine beständige Mahnung, dass die Gemeinschaft nie geschlossen ist.“ (I. Illich: In den Flüssen nördlich der Zukunft. S. 177)“

(Quelle: Stiftung - Convivial http://henni.de/convivial/about5.html)

Das mongolische GER ist, wie wohl die meisten archaischen Wohnstätten nomadiserender Völker, auch in diesem Zusammenhang die ideale Umgebung. Der Brauch, dass jedermann, überall und jederzeit ein Recht darauf hat, in eine Jurte einzukehren, verpflichtet die mongolischen Nomaden zur Gastfreundschaft. So konnte sich jeder Reisende auf Schutz in der Nacht oder vor extremer Witterung verlassen. Diese Gastfreundschaft der Nomaden hat also nicht nur mit Höflichkeit zu tun, sondern auch mit gegenseitiger Unterstützung zur Sicherung des Überlebens.

Zu gegebenen Anlässen, an ausgewähltesten Orten, oder immer auch gerne auf Anfrage wird diese Kultur in einem GER zelebriert ;)

 

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