Projekte

NoMad Housing - Urban Furniture

Herstellung und Nutzung von einfachen nomadisch inspirierten Behausungen zum Einsatz im öffentlichen Raum.

 

Der Bau eines GERs kann in Workshops in städtischen oder privaten Einrichtungen, an Werk- und/oder Kunstschulen angeboten werden.

Im Zentrum und gewissermaßen als Ausgangspunkt der Aktion steht der Aufbau einer bereits vorhandenen Jurte bzw. eines mongolischen GERs. Die Ästhetik der Konstruktion, die kreisrunde Form, der nach oben offene, von Dachstangen umrahmte Dachkranz (Tonno), die Möglichkeit eines zentralen offenen Feuers vermitteln eine einmalig intensive Atmosphäre und Energie.

Hier ist Leben und Überleben möglich.

Die Präsenz dieses Objektes, steht in direktem Zusammenhang mit seiner Funktion. Menschen werden davon angezogen, versammeln sich, halten inne, machen Rast - und schaffen so einen Ort der Begegnung und des Austausches.

So erfüllt paradoxer Weise ein nomadisches zu Hause, dieser mobile Raum im Raum, die vielfältigen Anforderungen und Bedürfnisse, die an ein Urban Furniture, also ein „städtisches Möbel“ gestellt werden können.

Das GER kann mit einfachen Werkzeugen selbst hergestellt und auf jeder ebenen Fläche errichtet werden.

Es muß nicht ein Nagel oder Hering zur Befestigung eingeschlagen werden. Der kreisrunde kuppelförmige Bau kann innerhalb kürzester Zeit vielseitig gestaltet und genutzt werden. Mobiles Spielelement für den öffentlichen Raum.

Transport, Aufbau, Workshopangebote und Performance.

Schon kurz nach der Ankunft vor Ort, kann das Objekt bespielt werden und steht für Treffen, Workshops und Kooperationen zu Verfügung. Auf- und Abbau sind innerhalb von ca. 3 Std möglich, aber nicht immer gewollt, weil auch dieser Prozess gerne von Interessierten begleitet wird.

Steht das GER auf einem freien Platz bietet es z.B. von außen, und zwar rundherum, als Ausstellungsfläche oder Bühne den Hintergrund für das Event. Teilnehmer und Akteure können sich ins Innere zurückziehen und von dort aus ihre Auftritte beginnen.

Angebote und Veranstaltungen

maldochma

Malaktion im GER

"Höhlenmalerei" für Kinder und/oder Erwachsene.

Im geschützten Raum des GERs wird den Teilnehmenden, mit einer begrenzten Zahl von Farben die Herstellung von „Höhlenbildern“ ermöglicht.

Die Leinwand ist dabei im inneren des GERs rundherum an der Wand befestigt.

Mit zunehmender Bemalung bewegt sich diese Leinwand dann vom Inneren nach Außen und kann dann von Passanten wahrgenommen werden.

Also eine Art Live Steinzeit-Ticker.

 

Video Porträts

Sich kennen lernen

Die Erstellung von bewegten Porträts mittels einer Videokamera. Das so gewonnene Material wird zeitlich gedehnt und leicht anonymisiert bzw. verfremdet, über Displays inner oder ausserhalb des GERs ausgestellt und wiedergegeben.

Dem Betrachter wird so eine gewissermaßen "stressfreie" Betrachtung seiner Selbst oder eines mehr oder weniger anonymen Gegenübers ermöglicht.

Die Lebendigkeit des bewegten Bildes vermittelt dabei einen sehr intimen Eindruck, da das Gehirn dem bewegten Bild einen höheren Stellenwert in Bezug auf eine vermeintlich reale Wahrnehmung beimisst.

 

Seidenstrasse

Musik, Sessions, Lesungen interkultureller Austausch

Getreu dem Gebot der Gastfreundschaft waren Jurten/GERs auch immer Treffpunkte verschiedenster Völker und Kulturen. Auf ihren Wegen entlang der Seidenstrassen boten sie, in einer z.T. sehr unwirtlichen und lebensbedrohenden Umwelt, dem Reisenden und Wanderer Geborgenheit und Schutz .

Die Etikette beim Betreten eines GERs verlangte deshalb auch kein Anklopfen, die Bewohner hatten den Ankömmling sowieso schon von Weitem bemerkt, sondern der Gruß beim Schritt über  (nicht auf!) die Türschwelle - "Nochoi chor!" (Нохой хор!) , lautet übersetzt schlicht: "Haltet die Hunde fest":)

Gegenseitiger Respekt, Toleranz und Freigiebigkeit waren die unabdingbaren Vorraussetzung dieses Übereinkommens.

Auf der Basis dieser Tugenden fungiert das GER in diesem Zusammenhang als offener Spielplatz und Treffpunkt für Musiker und Künstler aus verschiedenen Kulturen und für das Publikum als Einladung zur Klangreise oder eben zum Kennenlernen. Das ein odere andere Instrument steht bereit.

Soweit erste Gedanken... (to be continued)

 

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