Erste Erfahrungen

Als Weiterentwicklung einer dem Tipi ähnlichen Stangenkonstruktion bietet sie einen wesentlich besser nutzbaren Raum und bleibt dennoch transportabel. Die verwendeten Materialien Holz, Filz, und Stoff sind einfach herzustellen, nachhaltig und erschwinglich. Einzig Dachkranz (tonno) und Türe erfordern etwas mehr handwerkliches Geschick.

Nach dem Errichten der Holzkonstruktion wird zunächst ein heller, leichter Baumwollstoff darübergelegt, Dieser ist von Innen sichtbar und fungiert gleichsam als "Tapete" und Aufheller. Darüber kommt eine dickes, Baumwollmischgewebe, welches bei Regen quillt und damit wasserdicht wird. Diese Plane ist schwarz und lichtundurchlässig. Im Winter kommt zwischen diese beiden Stoffe ein dicker Wollfilz zur Isolierung. Zum Schluß wird das Ganze noch mit einer hellen Schmuckhaut aus festerer Baumwolle überzogen.

Der erste Umbau resultierte aus der Erfahrung eines völlig verregneten Urlaubs in dem wir bei ständig geschlossenem Dach praktisch im Dunklen saßen. Die filzgefütterte Abdeckplane für den Dachkranz ersetzten wir durch eine lichtdurchlässige Plastikabdeckung.

Ein weiterer einfacher Eingriff bestand darin die hintere Hälfte der wasserfesten Dachplane nach oben unter das Dach einzufalten und eine Noppenfolie anzubringen. Diese Folie liegt dann unsichtbar zwischen Innen- und Außenhaut. Das funktioniert natürlich nur ohne die Filzisolierung.

Mit diesen beiden Maßnahmen konnten wir die Lichtsituation ohne großen Aufwand entscheidend verbessern.

Der Freude über die Dichtigkeit gegen Feuchtigkeit von oben wich die Erkenntnis, das je nach Standort und Intensität der Niederschläge, das Wasser von unten, in unserem Fall geradewegs unterhalb der Türe hereinströmte. Also das nächste mal eine große Plane zugeschnitten, die Jurte darauf gestellt und die Plane ca. 30cm hochgeschlagen. Teppiche ausgelegt und an der Innenseite, wegen der Optik, ein breites, buntes Stoffband befestigt.

Außerdem investierten wir noch nach Experimenten mit Grill und Feuerschale in einen Jurtenofen. Das ist ein leichter Blechofen der eigentlich mit getrocknetem Tierdung befeuert wird und entsprechend Zugstark ist. Neues Problem - das Ofenrohr muß durch das Dach geführt werden und bildet somit einen Schwachpunkt bei Regen. In die Dachabdeckung mußte also ein Loch. Mit einer doppelwandigen Wandmuffe für das Rohr und einem Stück Teichfolie, ließ sich eine ausreichende Lösung erzielen. Wichtig bei allen Basteleien: Für ausreichend Belüftung und Zuluft sorgen!

Das waren im Wesentlchen die bisherigen "Umbauten". Vornehmlich der Tatsache geschuldet , dass es in unseren Breitengraden doch insgesamt etwas feuchter ist.

 

Strassenpoesie

Biggi Fohrer (Illustration), Franz Buhr (Text & Idee)

 

 

 

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